Leben & Alltag

Serviceportal für diakonische und kirchliche Pflegedienstleistungen in Hessen

Viele Menschen wünschen sich, in den eigenen vier Wänden zu sterben. Oft wäre das auch möglich, wenn nur die ambulanten Versorgungsstrukturen nicht so kompliziert wären. Pflegende Angehörige wüssten oft gar nicht, wo und wie sie Unterstützung finden können, sagt Pfarrerin Carmen Berger-Zell vom Zentrum Seelsorge und Beratung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN). Ein neues Serviceportal soll Abhilfe schaffen.

Wegweiser durch den Pflege-Dschungel.
Wegweiser durch den Pflege-Dschungel.

Das kirchlich-diakonische Serviceportal www.begleitung-am-lebensende.de informiert über vielfältige kirchlichen und diakonischen Unterstützungsmöglichkeiten. Wer Pflege- oder Hospizdienste, Palliativversorgung, stationäre Einrichtungen oder seelsorglichen Beistand sucht, findet über die Eingabe der Postleitzahl Adressen im jeweiligen Wohnumfeld. Wie Berger-Zell einräumt, ist das Serviceportal noch keine abgeschlossene Sache, denn: „Die Palliativversorgung ist gut ausgebaut, aber oft nicht sichtbar.“ Bei vielen Diensten hapere es an Vernetzung und Öffentlichkeitsarbeit. Deshalb appelliert die Pfarrerin an alle, die in der Palliativversorgung und im Hospizbereich tätig sind: „Bitte melden Sie sich bei uns, wir nehmen Sie auf.“

Am Ausbau der Kooperationen arbeite man ebenfalls. Bislang seien die Deutsche Palliativstiftung und der Fachverband Spezialisierte Palliativ Versorgung in Hessen (SAPV) als Partner mit im Boot. Auf der Website gebe es zudem eine ganze Reihe von Links. Wie etwa zu dem Projektteam von www.sarggeschichten.de. Unter der Serviceportal-Rubrik „Videos“ sind deren Kurzfilme zu sehen, die unter anderem erklären, was Sterbende brauchen, was bei der Begleitung wichtig ist, wie man Verstorbene anzieht und wäscht oder warum eine Vorsorgevollmacht sinnvoll ist.

Unter den Rubriken „Pflege“, „Vorsorge“, „Abschied“ und „Nicht(s) vergessen“ bietet das Portal Informationen und Tipps für Menschen, die Sterbende begleiten – ob zuhause, im Krankenhaus, Altenheim oder Hospiz. Publikationen und Broschüren zum Thema Begleitung und Beistand am Lebensende sowie entsprechende Veranstaltungen sind ebenfalls zu finden.


Autorin

Doris Stickler 64 Artikel

Doris Stickler ist freie Journalistin in Frankfurt.

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