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Ein Herz, das hilft: Kissen für Brustkrebspatientinnen

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Viele Krankenhäuser geben an Brustkrebspatientinnen nach der Operation spezielle Kissen in Herzform heraus. Die Kissen sind nicht nur schön, sie erfüllen auch einen therapeutischen Zweck: Unter die Achsel geklemmt entlasten sie Operationsnarbe von Druck. In der Bürgeler Gustav-Adolf-Gemeinde nähen und stopfen Ehrenamtliche Kissen für das Ketteler-Krankenhaus.

Engagierte Näherinnen sorgen dafür, dass der Nachschub an Herzkissen in Offenbach nicht ausbleibt. | Foto: Rolf Oeser
Engagierte Näherinnen sorgen dafür, dass der Nachschub an Herzkissen in Offenbach nicht ausbleibt. | Foto: Rolf Oeser

Die Idee zu den Herzkissen stammt ursprünglich aus den USA. Mitte der 2000er Jahre stellte die Krankenschwester Nancy Friis-Jensen sie in Europa vor, seitdem engagieren sich Ehrenamtliche für die Nähaktionen.

Jedes Kissen ist 40 Zentimeter hoch, wobei die Herzen extra lange „Ohren“ haben, um ein angenehmes Tragegefühl zu erzeugen. „170 Gramm Füllmaterial – eine Synthetikwatte – sind für jedes Kissen vorgesehen. Das Füllmaterial muss genau abgewogen und in die Bezüge gestopft werden, gerade da sind wir für die Mithilfe der Ehrenamtlichen dankbar“, sagt Brigitte Klüber-Meichsner, die die Nähaktionen in der Gustav-Adolf-Gemeinde in Bürgel organisiert.

Die hier genähten Herzkissen kommen beim Brustkrebszentrum am Ketteler-Krankenhaus in Offenbach zum Einsatz. „Fünf bis sechs Kissen werden dort pro Woche an Patientinnen ausgegeben“, sagt die Klüber-Meichsner, „der Bedarf ist also wirklich groß.“ Bei einem Nähaktionstag schaffen die Beteiligten rund 50 Kissen.

Ermöglicht wird die Aktion durch die Erlöse aus dem Kreativangebot der Kirchengemeinde, etwa dem kürzlich abgehaltenen Koffermarkt. „Was wir dort an Gewinn erwirtschaften, wird komplett für wohltätige Zwecke genutzt.“ Mit dem Erlös werden zum Beispiel die Stoffe und das Füllmaterial gekauft, aus denen die Kissen genäht werden.


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