Leben & Alltag

Sechs Dinge, die ich diesen Winter ganz gewiss hamstern werde!

Die Kontaktbeschränkungen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus werden so schnell nicht aufgehoben werden. Zuhausebleiben ist also in den kommenden Wochen meist angesagt. Auch wenn es diesmal keinen Run auf Toilettenpapier und H-Milch gibt: Bei manchen Dingen ist Hamstern gar nicht so schlecht.

Amina Bruch-Cincar ist Pfarrerin in Offenbach und Mitglied in der Redaktion des EFO-Magazin. | Foto: Tamara Jung
Amina Bruch-Cincar ist Pfarrerin in Offenbach und Mitglied in der Redaktion des EFO-Magazin. | Foto: Tamara Jung

Erinnern Sie sich an die Einkaufswagen im März mit hochgetürmten H-Milch-Kartons und an die Panik, auf der Toilette ohne Papier zu sitzen? Ich will mich jetzt mal outen: Unsere Vorräte an Reis, Nudeln und Dosen reichten bis in den Sommer und verschafften uns neben nahrhaftem Essen auch ein sicheres Gefühl, wenigstens nicht am Hunger sterben zu müssen. Aber diesmal sorge ich mich weniger um Essen und Zellstoffprodukte. Diesmal hamstere ich andere Dinge:

Gute, dicke Bücher. Klassiker, die ich schon immer mal lesen wollte. Jetzt kommen Bücher zum Zug, die einen langen Atem brauchen! Moby Dick (Herman Melville) – eine Wucht! Oder für die theologisch Interessierten: Die Verzauberung der Welt (Jörg Lauster).

Backzutaten für Weihnachtsplätzchen und Stollen. Ich werde Zeit haben zum Backen! Endlich gibt es neben Butterplätzchen auch die Leckereien meiner Kindheit: Bethmännchen, Vanillekipferl und Meraner Nüsse.

Ein Trainingsplan und gescheite Laufschuhe. Noch mal passiert mir das nicht, dass ich so zunehme (siehe oben) und vom vielen Sitzen der Rücken schmerzt.

Briefpapier, Marken und Tinte für meinen Füller. Ich werde die Postadressen meiner Bekannten auf den neuesten Stand bringen und ihnen schreiben. Mit der Hand!

Blumenzwiebeln. Vor dem Frost geht noch was. Eine Investition in den künftigen Frühling mit Tulpen und Narzissen, Krokussen und Traubenhyazinthen. Im Frühjahr wünschte ich oft, im Herbst nicht so geizig gewesen zu sein. Nicht in diesem Jahr! Jetzt wird geklotzt!

Erinnerungen an kulturelle Ereignisse. Nun, da der Besuch eines Konzerts, der Oper oder des Kinos in weite Ferne rückt, schwelge ich in Erinnerungen. Höre CDs, die ich dort gekauft habe. Sortiere Fotos von Museumsbesuchen und Reisen. Bestelle mir Aufnahmen, die mein Gedächtnis auffrischen und den Künstler*innen Einnahmen verschaffen.


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Amina Bruch-Cincar ist Pfarrerin in der Gustav-Adolf-Gemeinde in Offenbach und Kolumnistin des EFO-Magazin.

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